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FEASTS – Europäische Forschung für die Zukunft der zellulären Landwirtschaft

FEASTS steht für „Fostering European Cellular Agriculture for Sustainable Transition Solutions" und ist ein wegweisendes EU-Forschungsprojekt im Rahmen von Horizon Europe. Das Konsortium vereint 35 unabhängige Organisationen aus 16 Ländern – darunter Forschungseinrichtungen, Universitäten, zivilgesellschaftliche Organisationen und Unternehmen – mit dem gemeinsamen Ziel, eine unabhängige und umfassende Wissensgrundlage über kultiviertes Fleisch und kultivierte Meeresfrüchte zu schaffen.

Was untersucht FEASTS?

FEASTS verfolgt einen ganzheitlichen Lebensmittelsystemansatz und analysiert die ökologischen, wirtschaftlichen, ethischen und gesellschaftlichen Dimensionen der zellulären Landwirtschaft. Konkret umfasst das Projekt:

 

Nachhaltigkeitsanalysen und Lebenszyklusbewertungen kultivierter Produkte im Vergleich zu konventionellen Alternativen, Untersuchungen zu Ernährungsprofilen und Lebensmittelsicherheit in Zusammenarbeit mit der EFSA, Stakeholder-Dialogprozesse mit Verbraucher:innen, Landwirt:innen, Unternehmen und politischen Entscheidungsträger:innen, sowie die Entwicklung von politischen Handlungsempfehlungen und nationalen Aktionsplänen für EU-Mitgliedstaaten.

 

Die Ergebnisse sollen als Grundlage für evidenzbasierte Politik- und Regulierungsentscheidungen auf EU-Ebene dienen.

Was macht CellAg Deutschland im Rahmen von FEASTS?

CellAg Deutschland koordiniert den deutschen Länderbeitrag zu FEASTS. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines Nationalen Aktionsplans für zelluläre Landwirtschaft in Deutschland mit einem Zeithorizont bis 2030–2050.

 

Dafür führen wir Stakeholder-Interviews und Befragungen mit Vertreter:innen aus Politik, Landwirtschaft und Industrie durch, analysieren regulatorische und politische Rahmenbedingungen in Deutschland und erarbeiten konkrete Handlungsempfehlungen, die nationale Besonderheiten des deutschen Ökosystems berücksichtigen.

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Der Nationale Aktionsplan soll politischen Entscheidungsträger:innen, Förderinstitutionen und weiteren Akteuren als praxisnahes Instrument dienen – und aufzeigen, welche Schritte Deutschland konkret unternehmen kann, um zelluläre Landwirtschaft gezielt zu unterstützen.

Warum ist das relevant?

Die globale Nachfrage nach Fleisch und tierischen Produkten wächst weiter – gleichzeitig verursacht die konventionelle Tierhaltung rund 17 % der weltweiten Treibhausgasemissionen. Kultiviertes Fleisch und kultivierte Meeresfrüchte bieten das Potenzial, tierische Proteine auf ressourcenschonende Weise bereitzustellen – ohne Tierleid und mit deutlich geringerem ökologischen Fußabdruck. Um dieses Potenzial zu realisieren, braucht es jedoch den richtigen politischen und regulatorischen Rahmen. Genau daran arbeitet FEASTS.

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FEASTS wird gefördert durch die Europäische Union im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon Europe (Grant Agreement Nr. 101136749). Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die der Autor:innen und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der European Research Executive Agency (REA) wider.

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